Die Landeselterninitiative für Bildung begrüßt die Entscheidung der SPD-geführten Landesregierung, mit Beginn des Schuljahres 2022/2023 zu G 9 zurückzukehren, und sieht darin die Gelegenheit, den Blick auf die Qualität von Unterricht und Lernen an Gymnasien sowie die Inhalte zu lenken. Dorthin müssen in erster Linie Personal und Kräfte investiert werden, um die Verlängerung der Zeit bis zum Abitur auch zu nutzen. Die Gymnasien müssen wegen der Fülle der Lerninhalte und zunehmender Heterogenität ihrer Schülerschaft individuelle Förderung als vorrangiges Ziel ansehen und die Schul- und Unterrichtsgestaltung an den Lernvoraussetzungen und Lernprozessen der Schülerinnen und Schüler orientieren, so wie es für die Gemeinschaftsschulen per Verordnung bestimmt ist. Nicht zuletzt müssen unsere Kinder auch auf die Herausforderungen heutiger und künftiger Arbeitswelten vorbereitet werden und zu lebens-zuversichtlichen, verantwortlichen, politikfähigen Bürgerinnen und Bürgern unseres demokratischen Gemeinwesens heranwachsen können.
Diese Position haben wir im Juni 2022 in den Beteiligungsprozess des Bildungsministeriums eingebracht.
Die Landeselterninitiative für Bildung hat die Art und Weise des Umstellungsprozesses von G 9 auf G 8 im Saarland im Jahr 2001 immer wieder kritisiert und auf die mit der unzulänglichen Umstrukturierung verbundenen höheren Belastungen eines Weges zum Abitur in acht Jahren hingewiesen.
Unsere Analyse von Anfang 2008 und unsere damaligen Forderungen stellen wir hier zum Download
noch zur Verfügung. Ebenso unsere ausführliche Stellungnahme gegenüber dem Landtag im September 2015 zur öffentlichen Debatte um eine Rückkehr zu G 9.
c/o Wolfgang Schäfer
Wacholderweg 26
66265 Heusweiler
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